Schwule Lebenskultur

Schwule Lebenskultur kann als ein Kreis genannt werden, in dem sich alles abspielt, was mit der Homosexualität und dem Leben in derselben zu tun hat. Ein Kreis, wo sich kulturelle Veranstaltungen, Diskussionen über die homosexuelle Identität, Literaturvorlesungen, Events, Treffen in den Insiderlokalen, eben das ganze Leben des Homosexuellen, abspielt.

Es hat immer noch etwas anrüchiges, wenn es heißt "Er ist schwul", dabei ist das absolut keine Krankheit, wie manche meinen, es hat einzig und allein mit den persönlichen Vorlieben zu tun, wie wir sexuell orientiert sind. Als damals bekannt wurde, dass Rock Hudson, als der Frauentraum schlechthin, an AIDS erkrankt war und gestorben ist, war es für viele ein Schock. Aber man tat es ab, "es gehört in die Künstlerkreise, da passiert schon mal so was", hieß es damals. Dass sich da schon viele schwule Familienväter quälten und sich nicht erlaubten, ihrer Neigung nachzugehen, wusste fast niemand.

Das Klischee bröckelt

Aber und nach öffnete sich dann der Vorhang und immer mehr Schwule standen zu ihrer sexuellen Neigung. Homosexuelle haben in unserer Gesellschaft ihre eigene Stellung, die alles umfasst, was wichtig für sie ist. Immer auf der Suche um die Frage zu beantworten: Warum bin ich so? , findet der Schwule nie richtiges Ankommen in sich. In vielen Künstlerkreisen ist Schwulsein kein Thema mehr, es wird dort offen und schrill ein Leben gezeigt, das eigentlich so zur Homosexualität gar nicht dazugehört. Die Berufe, in denen Schwule oft vertreten sind, die Schauspielberufe oder der des Sängers, brauchen viel Einfühlsamkeit und Gefühl, die nur der Schwule derart intensiv aufbringen kann.